Nach etwas Hin und Her habe ich mich jetzt doch aufraffen können die sata-Festplatte in meinem PC durch eine deutlich Größere zu ersetzen.
Da ich die alte Festplatte nicht weiterverwenden, gleichzeitig aber eine Neuinstallation vermeiden wollte, stellte sich die Frage nach einer möglichst einfachen Lösung.
Meine Partitionierung sieht so aus, dass ich eine kleine Bootpartition (sda1) und eine große zweite Partition (sda2) besitze. sda2 ist verschlüsselt und enthält eine LVM-Group, auf der dann die einzelnen Partitionen liegen.
Der erste Schritt war noch einfach. Mit Knoppix starten, und mit Hilfe von dd die Festplatte komplett kopieren (die alte Festplatte ist sda, die neue sdb)
dd if=/dev/sda of=/dev/sdb bs=16M
Danach konnte ich sda ausbauen, und sdb an den Anschluss von sda hängen. Eigentlich könnte man jetzt bereits wieder normal booten, allerdings ist die neue sda2-Partition nur so klein wie früher. Der restliche Platz der neuen Festplatte ist unbelegt.
Kommt hinter sda2 keine weitere Partition mehr, lässt sich dieses Problem sehr leicht mit fdisk lösen. Wieder mit Knoppix booten, und dann fdisk aufrufen:
fdisk /dev/sda
Jetzt die zweite Partition löschen, und mit dem gleichen Startwert (aber dem Festplattenende als neuem Endwert) eine neue Partition anlegen. Anschließend speichern und fdisk verlassen.
Man kann nun das System regulär starten (ich habe es vorsichtshalber im single-mode gestartet) und mit pvresize die Volume Group auf die neue Partitionsgröße ausdehnen. Das /dev-Device muss natürlich an die eigenen Begebenheiten angepasst werden.
pvresize /dev/dm-0
Falls einem die fdisk-Methode zu unangenehm ist, kann man alternativ eine dritte Partition mit dem restlichen Platz anlegen, und dann die Volume Group auf diese Partition ausdehnen. Ich finde die Lösung mit dem Vergrößern von sda2 allerdings aufgeräumter.
Nun kann man ganz normal im laufenden Betrieb neue lvm-Volumes anlegen oder die bestehenden vergrößern.